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Aktuelle Ausstellung

Walter Kuster (1912-1943): Filmer, Fotograf, Skispringer

Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag

Das Tal Museum Engelberg ist im Besitz des Nachlasses des Engelberger Fotografen, Filmers und Skispringers Walter Kuster (1912-1943). Der Nachlass umfasst ca. 500 Glasplatten, ca. 100 Rollfilme (6x6 cm, Kleinbild), zwölf 16mm Filme, diverse entwickelte und vergrösserte Fotografien, Ansichtskarten, Filmplakate und Fotoalben. Glücklicherweise gehören auch unzählige Zeitungsberichte, Rezensionen über Kusters Filme und einige persönliche Dokumente zu den Unterlagen des Nachlasses. In den letzten Jahren inventarisierte, digitalisierte und untersuchte das Tal Museum den gesamten Materialbestand.

    Filmplakat


Gehalt und Bedeutung des Werkes:
Der 1912 in Engelberg geborene Walter Kuster hat nach einer Fotografenlehre im zürcherischen Horgen bei Eugen Held bereits Anfang der 1930er Jahre in Luzern und in Engelberg an der Dorfstrasse Fotogeschäfte eröffnet. Kuster hat mit seinen Fotografien und Filmen besonders das Leben im Engelbergertal und in Obwalden facettenreich festgehalten.
Er war Dokumentarist der modernen, vor allem im Sport sich formierenden Freizeitgesellschaft (zentrale Motive: FIS-Rennen, Skispringen, Skilehrer, Gesellschaftliche Anlässe), einfühlsamer Beobachter des Ursprünglichen und Urchigen (zentrale Motive: Bauern, Bärtige Männer, Wildheuen, Käsen) aber auch klassischer Studiofotograf. Gleichzeitig schuf er mit der Industriereportage zum Bau des Bannalpstausees (Fotografien und 16 mm Film) ein politik- und sozialgeschichtlich wichtiges Zeitdokument, das auch von hoher fotografischer Qualität ist.
Sein filmisches Wirken hatte in der Innerschweiz pionierhaften Charakter. Mit einfachsten Mitteln dokumentierte er 1938 die FIS WM in Engelberg. Seine Leidenschaft für den Sport und das Filmen liess ihn an zahlreichen internationalen Anlässen (FIS WM Chamonix 1937 und in Zakopane 1939) als Filmer zugegen sein.
Ganz anders – eine Schau nach Innen – kommt das Werk „Alpenleben in der Urschweiz“ daher. Kuster inszenierte die Natur, die Landschaft und das Leben in den Engelberger Bergen. Mit seinen Werken im Koffer reiste Kuster landauf- landab zu Kinovorführungen, die er teils selbst „mit träfen Worten“ (Kommentar zu einer Vorführung in Luzern) kommentierte.
Sein letztes Projekt blieb unvollendet: wohl filmte er noch die Kabelverlegung für den Jochpassskilift; dessen Eröffnung erlebte er jedoch nicht mehr. 1943 riss der Tod Kuster unerwartet aus dem Leben – und damit auch aus weiteren Projekten, die sich in Planung befanden. Die Menge und die Qualität des Werks, das Kuster innerhalb seiner 31 Lebensjahre schuf, ist äusserst beeindruckend.

 

     

 

 Walter Kuster und seine Leidenschaft: das Filmen   Abenteuerlustiger Tüftler: „Am St.Moritzer Kilometer Lancé, einem interessanten Experimentier-Skirennen, verwendete der Engelberger Skispringer Walter Kuster 3 Meter lange, 16 cm breite und 40 kg schwere Bretter.“

 

Die Ausstellung im Tal Museum Engelberg beleuchtet das filmische und fotografische Schaffen Kusters erstmals ausführlich. Zur Ausstellung erscheint im Verlag Martin Wallimann ein Bildband über Walter Kuster.

Buch- und Ausstellungsvernissage: 10. Dezember 2011, 17 Uhr Tal Museum Engelberg

     

 

Aufnahme aus dem 1941 entstandenen Film „Alpenleben in der Urschweiz“.

  Eindrücklich dokumentierte Walter Kuster 1936 den Bau des Bannalp-Stauwerkes.

 

   

  

Urchige Bergler vermochte Kuster stimmunsvoll in Szene zu setzen.   Ansichtskarte der Trübseebahn

 

Öffnungszeiten:
29. Mai bis 9. September: Mittwoch - Sonntag 14 - 18 Uhr



Eine Kurzbiografie über Walter Kuster erschien im "Heimkino Schweiz":

http://www.tvprogramm.sf.tv/details/ba667fa5-477f-459e-9c58-e401944ba0f8
http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/swisstipp/125068.sh10117401.html
http://www.3d-zeitschrift.de/p/Y13vbweoCpumQ/Engelberg_Magazin_No__5.html?k

 

 

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