Von Berg- und anderen Kulissen: Luxushotellerie in Engelberg.

Paläste im Bergdorf
Grand Hotels gelten als Symbol der Belle Epoque und ihres Lebensgefühls und werden deshalb auch oft als Reflexionsfläche nostalgischer Verklärung genutzt. Die Blütezeit der sogenannten Hotelpaläste dauerte nur wenige Jahrzehnte und doch geht von dem Thema eine ungebrochene Faszination aus. Die neue Dauerausstellung im Tal Museum Engelberg „Von Berg- und anderen Kulissen" widmet sich deshalb der Luxushotellerie und wirft einen Blick auf das Innen- und Aussenleben der Grand Hotels, ihre Entwicklung und ihren Beitrag zur Geschichte Engelbergs.
Knapp ein halbes Dutzend Grand Hotels wurden in Engelberg zwischen 1865 und dem Ersten Weltkrieg gebaut.

Diese Grand Hotels beeinflussten die Entwicklung des Dorfes nachhaltig. Die Ausstellung zeigt, wie sich durch die Hotelpaläste das Dorfbild, aber auch das Leben im Dorf veränderte.
Ebenso beleuchtet wird das gesellschaftliche Leben im Grand Hotel, das geprägt war von Konventionen und Ritualen der sogenannt „besseren" Gesellschaft. Der Blick geht auch hinter die Kulissen auf den Alltag der vielen Angestellten, welche dafür sorgten, dass es den Gästen der grossen Häuser an nichts mangelte.
Die Belle Epoque ging im Ersten Weltkrieg unter und damit wurde auch das Ende der Grand Hotels eingeläutet. Die Grand Hotels konnten mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der Zwischenkriegszeit nicht mehr mithalten. Diesen Entwicklungen und dem darauf folgenden Hotelsterben ist der letzte Teil der Ausstellung gewidmet.

Katharina Odermatt

 

- Beitrag auf art-TV zu den aktuellen Ausstellungen